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27.01.2012

Über die Entstehung der Stuttgarter Gruppe

Die Väter der Stuttgarter Gruppe waren Reiner und Matthias. Ihr Interesse an der Kabbala entstand durch die Lektionen von Edi Yusupov. Zuerst haben sie sich ab Oktober 2007 wöchentlich zum Studium getroffen. Dann gab es ein Jahr Unterbrechung, bevor die Gruppe, die bis heute existiert, endlich entstand. Heute zählen zu aktiven Mitgliedern unserer Gruppe 15 Personen: zehn Männer und fünf Frauen. Einmal in der Woche treffen wir uns in Stuttgart im Bischof-Moser-Haus, Wagnerstrasse 5.

 Momentan haben wir kein eigenes Zentrum für unser wöchentliches Treffen. Den Raum mieten wir. Die Adresse ist oben angegeben. Wenn es mindestens 25-30 Personen werden, dann wollen wir ein Zentrum eröffnen. Wir sind der Meinung, dass das eigene Zentrum und das physische Treffen noch mehr zu unserer intensiven Verbindung beiträgt. Das wird uns das Gefühl vermitteln, dass wir alle wie eine Familie sind, in der sich jeder um jeden kümmert.

Während des letzten Berliner Kongresses hatten einige unserer Freunde Abstiege. Die anderen Mitglieder haben es rechtzeitig gemerkt und taten alles, um sie wieder aufzumuntern. Trotzdem können wir nicht behaupten, dass alle Männer wie ein Mann und alle Frauen wie eine Frau mit einem Herzen geworden sind. Aber in dieser Richtung wird momentan viel getan. Und zwar: es werden beim Treffen in Stuttgart nicht nur authentische Texte von Rabasch und Baal HaSulam , sondern aktiv fast jeden Tag auch aus dem Sohar gelesen. Besonders das Soharlesen mit der richtigen Absicht wirkt sich sehr positiv in Bezug auf die Verbindung, Arvut (gegenseitige Bürgschaft) aus.

Alle Mitglieder der Gruppe haben ihre Aufgaben, die sie versuchen so gut es geht auszuführen. Z.B. ist Jens bei uns für das Soharlesen zuständig, Alwin für das Kochen. Im Vordergrund stehen dabei die Absicht des Gebens und die Verbindung nicht nur untereinander, sondern mit dem gesamten Weltkli. Wir wissen, dass in dieser Hinsicht noch mehr Anstrengungen und Bemühungen notwendig sind; deswegen treffen wir uns auch noch virtuell, obwohl wir der Meinung sind, dass die virtuellen Treffen von der Intensität und den Gefühlen her die physischen Treffen nicht ersetzten können.

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Reitest du auf dem „Esel“ oder der „Esel“ auf dir?

Reitest du auf dem „Esel“ oder der „Esel“ auf dir?

Das Buch Sohar. Das Vorwort. Der Artikel „Der Eselsantreiber“, P. 85: … Rabbi Elasar und Rabbi Aba stiegen runter von ihren Eseln und küssten den Eselsantreiber.

Sie sagten: „Wie groß ist deine Weisheit, welcher du bemächtigst bist, und du treibst unsere Esel voran. Wer bist du?“ 

Antwortete er ihnen: „Fragt mich nicht, wer ich bin, sondern machen wir uns auf den Weg, um Thora zu erlernen. Und jeder spricht die Weisheit aus, damit dieser Weg uns erleuchtet wird“. Frage: „Der Eselsantreiber“, der uns hinten vorantreibt, ist eine verpflichtende Stufe auf unserem Weg, oder kann er auch vorne gehen? 

Meine Antwort: Es verändert sich in Abhängigkeit des Verhältnisses des Menschen darauf. Zuerst schreitet er voran, und sein „Esel“ hinterher. Danach fängt er an zu verstehen, dass er dank seines Esels voranschreitet, und nicht von alleine. Und der gesamte Weg besteht darin, um den „Esel“ von Einer zu der anderen Stufe zu bewegen, mit der Hilfe eines Punktes des Menschen in ihm. Dann beginnt „der Esel“ an Bedeutung zu gewinnen.

Der Mensch kann mit Leichtigkeit diesen Weg beschreiten, denn „der Mensch“ ist ein Punkt der Bina, der Punkt im Herzen. Wenn der Punkt sich nicht im Ego befindet, hat sie kein Problem aufzusteigen, denn die Bina ist extra runter gestiegen, um das gesamte Ego, „den Esel“, Malchut, das Verlangen zu geniessen auf sich zu nehmen und nach Oben zu erheben. 

Deswegen sind nicht diese zwei Weisen so wichtig, die auf dem Weg laufen, über die der Sohar erzählt, sondern „der Esel“ mit seiner Last. Und genauso der „Eselsantreiber“. 

Und diese zwei Weise, sind nur ein Punkt, der das Ziel zu erreichen versucht. Natürlich ist es wichtig und hier liegt die freie Wahl des Menschen, der Anfang der Arbeit. Doch die Realisation dieser Arbeit beginnt nur mit dem „Eselsantreiber“.

 Wenn sie mit der Hilfe der Thora (dem zur Quelle führenden Lichtes) keine Verbindung zu der höheren Kraft aufbauen, die gekommen ist um das Ego zu erheben, werden sie sich nicht korrigieren können und sich nicht erheben können. D.h. Sie erlernen die Thora auf dem gleichen „Esel“ und seiner ganzen Last und mit der Hilfe des „Eselsantreibers“

Es stelt sich heraus, dass der „Eselsantreiber“ sie anlernt, wie und wohin, auf welche Weise sie voranschreiten sollen. Er wird zum Lehrer dieser Weisen und nicht „des Esels“. Und deswegen können sie sich erheben.

Hier gelingt die gegenseitige Eindringlichkeit der Bina und Malchut. Zuerst denke ich, dass das Wichtigste die zwei Weisen sind (ein Mensch in mir, der sich erheben soll). Danach stelle ich fest, dass ich den Menschen nur dazu brauche, um den „Esel“ von dem Fuß des Berges zu dem Gemach des Schöpfers zu führen. Später stelle ich fest, dass der „Eselsantreiber“ das Wichtigste für die Führung meines Esels ist. Und danach verstehe ich, dass ich ihn brauche, damit er mich anlernt.

So wechseln sich ihre Rollen und die Bedeutung jeden von ihnen. Doch am Ende werden alle vereint: Du bist auf dem „Esel“, der „Esel “ist auf dir und alles  ordnet sich.

Auszug  aus  einem Unterricht über das Buch Sohar. Das Vorwort, 10.01.2011

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Die Welt in der Projektion des Lichtes

Die Welt in der Projektion des Lichtes

Frage: Könnten Sie vielleicht erklären, was die Formen der Verbindung darstellen, über welche im Sohar gesprochen wird, und uns ein Beispiel geben? Wie sollen wir sie uns vorstellen?

Meine Antwort: Alles, worüber im Sohar gesprochen wird, sind die Formen der Verbindung zwischen den Seelen: die Arten (der Löwe, der Stier, der Adler, der Mensch), Sefirot (Gwura, Chessed, Tiferet, Jessod), die Buchstaben (Chaf, Sain, Tav), die Farben (weiß, schwarz, rot, grün) usw.

Wenn in dir auf einmal eine spirituelle Empfindung entsteht, wird sie dir ein klares Wissen geben, es heißt z.B. „die rechte Augenbraue“, und eine andere Empfindung heißt „die linke Augenbraue“, usw. Du wirst es fühlen. Angenommen, ich schaue in das Gesicht eines Menschen. Es ruft in mir verschiedene Eindrücke hervor: „Welche Stirn! Welche Augen!“. Aber das sind nicht die Stirn oder die Augen, sondern meine innere Eindrücke, Empfindungen, Erscheinungen meines inneren Verlangens zu genießen. Ich nehme einen gewissen Einfluss wahr, der auf mich wirkt, der in mir eine Gestalt entstehen lässt. Ich gebe ihr einen Namen in Verbindung mit dem, was sie in mir hervorruft, und nicht was sie in Wirklichkeit ist. So ist es auch in der Spiritualität, nur ohne das materielle Bild, das in unserer Welt vor meinem Auge erscheint. Die spirituellen Gestalten leben selber. Ich offenbare diese Formen, Kräfte, Eindrücke, und nenne sie mit verschiedenen Worten: „rot“, „weiß“, „schwarz“, „bitter“, „süß“, „sauer“, „hoch“, „niedrig“ usw. Nur all das, ohne das irdische, weltliche Bild.

In Wirklichkeit sehen wir die Bilder nicht von außen, sondern im Inneren unseres Verlangens zu genießen. Wie man auf dem Bildschirm des Computers die verschiedenen Verbindungen der elektrischen Signale sieht, welche sich dann zu einem Bild zusammentun.

Genauso müssen wir unsere Verlangen zu gleichen Verbindungen zusammen fügen, dann werden wir sehen, dass diese Welt nur in der Form der Realität besteht, welche wir jetzt wahrnehmen und in Wirklichkeit nur eingebildet ist. Selbst existiert sie nicht, nur im Verhältnis zu uns, die wir sie so wahrnehmen!

Jeder von uns ist das Resultat der Projektion des Lichtes, gleich den Formen, die in der Luft mit einem Laserprojektor geschaffen wurden. Wir stellen alle solche Formen dar, Gestalten, die das Licht gemalt hat. Wir empfinden uns nur in einer gewissen Realität, im Raum.

Doch in Wirklichkeit gibt es in diesen Bildern nichts Reales, das ist nur die Projektion von gewissen Gestalten, die vor mir erscheinen, solange ich nicht in der Lage bin, sie als eine innere Form wahrzunehmen. Aus dem Unterricht des Buches Sohar. Das Vorwort, 05.01.2011

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Die universelle Energie des Lichts

Die universelle Energie des Lichts

Frage: Was ist das Licht, wenn es jede Person anders enthüllt? Ist es nicht eher eine subjektive Empfindung als eine universelle?

Antwort: Das Licht ist Energie; es ist keine subjektive Empfindung. Es ist wie Elektrizität, die je nach seinem Anschluss zu Beidem führen kann: zu kalt oder zu heiß, es kann ziehen oder schieben.

Alles hängt vom Gefäß ab, welches diese Energie empfängt und wahrnimmt.

Eure Wünsche bestimmen alles. Man weiß nicht, was das Licht ist und man wird es nie wissen.

Alles was man tun kann, ist seine Gefäße (Wünsche) vorzubereiten, um von Ihm in allen möglichen Formen Genuss zu empfangen.

Jedoch hat das Licht per se gar keine Form; Energie ist formlos.

Wenn Elektrizität durch einen Draht mittels bewegter Elektronen fließt, ist sie bereits eine  in einem Material eingeschlossene Form; sie ist somit nicht die Kraft selbst.

Alles, was wir fühlen ist nur eine Empfindung in unseren persönlichen Sinnesorganen.

Aus dem 4.Teil des täglichen Kabbalaunterrichtes 30.12.10.“Die Weisheit der Kabbala und Philosophie“

 

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Über den Vorteil der Nachahmung

Über den Vorteil der Nachahmung
Frage: Soll ich daran glauben, dass die Kabbalisten die Wahrheit sagen?
Meine Antwort: Es ist “der Glaube der Weisen” eben. Denn du hast keine andere Wahl: du glaubst dem Kabbalisten, wie der Jüngere dem Ältern glaubt, um erwachsen zu werden.

In unserer Welt verlässt sich das Kind auf die Erwachsenen, andernfalls hat es doch kaum Überlebungschancen. Wird es etwas erreichen können, wenn es nicht auf sie hört, nicht von ihnen die notwendigen Instrumente bekommt, wenn es sie nicht nachäfft?
Nicht umsonst wird der Affe als Übergangsglied von der Fauna zum Menschen bezeichnet. “Nachahmen” ist ein Mittel, um ein Mensch zu werden. Das Kind sieht die Erwachsenen und wiederholt alles, macht ihnen immer wieder alles nach.
Worin wird dann seine eigene Vernunft gezeigt? Gerade darin, die äußerlichen Bewegungen zu sehen und zu kopieren. Dank ihrer wird es später ihr inneres Wesen begreifen.
Darüber steht es eben gesagt: “An Deinen Handlungen werden wir Dich erkennen”. Wir haben keine andere Wahl, wir sollen den Ratschlag der Kabbalisten über die eigene Vernunft hinweg annehmen. Denn ihre Ratschläge kommen von den höheren Stufen, so dass du dich wie das Kind vor dem Älteren verhalten kannst.

Manchmal ist es sogar schwierig, auf diese Ratschläge hören, weil man immer die Worte der Weisen aufnimmt. Je mehr man sie entschlüsselst, um sie zu befolgen, desto eher wird man vorankommen.

Einige erhalten sie “von Mund zu Mund” und werden sehr schnell erwachsen. Andere bekommen sie “vom Hörensagen” und wachsen um Vieles langsamer. Der Weg ist jedoch dieser: der Jüngere lernt vom Älteren. Hauptsache, man macht aus sich “einen Affen” und lernt vom Menschen um zu lernen. Denn es sind zwei Stufen der Entwicklung.

Auszug aus dem Unterricht über den Artikel von Rabasch, 02.01.2011

 

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Auf dem Weg zum Glauben

Auf dem Weg zum Glauben

Frage: Wenn ich um ein Gefäß des Gebens bitte, dann sehe ich sofort, dass ich dieses nicht besitze. Wo befindet sich dann der Ort des Glaubens? 

Meine Antwort: Es ist sehr schwierig den Glauben zu finden. Denn es würde bedeuten, den Machsom zu überqueren. Der Glaube ist eine Eigenschaft des Gebens (Chafez Chessed), die Eigenschaft Bina, das Licht des Gebens/Chassadim. Und der vollkommene Glaube ist das Licht Chassadim mit dem Leuchten des Lichtes Chochma. 

Es handelt sich um eine hohe Stufe. Um sie zu erreichen, muss man sich über die Selbstsucht erheben, Ägypten verlassen, sich innerlich vom Pharao/Egoismus trennen und die Macht/Eigenschaft des Lichtes/Gebens bekommen. 

Es ist der Anfang des Glaubens/Gebens. Und dann tritt die Periode “vierzig Jahre in der Wüste” ein, wenn wir den Glauben, die Eigenschaft des Gebens, über die Selbstsucht hinweg aufbauen. Wenn diese Etappe beendet wird, dann erreiche ich den Glauben, der sich über alle meine Wünsche erheben wird, über ganz Ägypten. Jetzt kann ich den vollkommenen Glauben erreichen, d.h. offenbaren, wie ich ihn innerhalb des Lichtes des Gebens/Chassadim das Licht der Weisheit/Chochma spüre. 

Es ist der Eintritt ins Land Israel eben: der Egoismus/Pharao, der die Korrektur mittels des Lichtes bis zur Eigenschaft des Gebens/Chafez Chessed erreichte, bemüht sich jetzt um das Empfangen vom Schöpfer um zu geben. Mit anderen Worten,  dein Wunsch arbeitet am Bestreben den Schöpfer zu erreichen (Israel = Jaschar-El). 

Auszug aus dem Unterricht über den Artikel von Rabasch, 02.01.2011

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Der Hass auf dem Weg zur Liebe

Kongress in der Wüste Arawa, Israel. Die Lektion 1.

Der Hass auf dem Weg zur Liebe

Wir sprechen über den zwischen uns aufgedeckten Hass, was aber nicht heißt, dass wir einander hassen sollen. So ein Gebot gibt es nicht. Wir schreiten der Liebe entgegen.

Aber unser Ausgangspunkt ist die in Milliarden Teile zerbrochene Seele. Ihre Teile sollen wir versuchen zu sammeln. Die moderne globale Welt zeigt uns, welche Verpflichtungen wir darin haben. Ob wir es wollen oder nicht, wir werden feststellen, dass wir alle zusammen verbunden sind.

Indem wir uns bemühen, in unserer Seele wieder vereinigt zu werden, decken wir zwischen uns den Hass  auf. So ist unsere Natur eben. “Ich habe den bösen Anfang geschaffen”, – sagt der Schöpfer. Wann wird er gezeigt? Wenn wir die Vereinigung bestreben.

Wenn du dich nicht richtig vereinigst, dann wirst du den Hass auch nicht erkennen, folglich wirst du durch Teilergebnisse eingeengt: durch Teilnahmslosigkeit usw.

Um den Hass zu zeigen, ist das Licht von oben notwendig. Indem man versucht, mit anderen vereinigt zu werden, ruft man das Licht hervor, welches das Zerbrechen, den Bruch zwischen den Seelen beleuchtet. Dann kannst du  dein Gegenteil zum Licht, den Hass empfinden.

Aber gleichzeitig beginnst du zu spüren, wie man dich anstößt, wie du zur Bitte um Einheit angeregt wirst. Dasselbe Licht, das dir zeigt, wer du bist, zeigt auch seine Fähigkeit dir zu helfen. Dann bittest du: “Korrigiere mich!” – und es korrigiert dich.

Somit haben wir nicht vor, einander zu hassen. Der Mensch läuft aus Ägypten von der Selbstsucht weg, um darüber erhoben zu werden und um mit anderen vereinigt zu werden – dann deckt er plötzlich den wahren Hass, den Berg Sinai auf.

Auszug aus der 1. Lektion des Kongresses in Arawa, 30.12.2010

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Dort, hinter den Wolken …

Dort, hinter den Wolken …

Wir lesen den Sohar mit dem Kommentar “Sulam”, wo sich der Text der Primärquelle  des Buches „Der Sohar“ in der Sprache des Talmuds und der Kommentar von Baal HaSulam in der Sprache der Kabbala miteinander wie die Fäden in einem Leinentuch vereinen.

Wir empfangen den fertigen Text, in welchem diese zwei Sprachen miteinander vermischt werden. Aber wenn du ihn liest oder ihm zuhörst, dann erscheinen vor dir zwei Bilder, zwei Schirme, wie auf dem Computer – ein äußerer und ein innerer Schirm

Auf dem äußeren Schirm liest du den Text in der Sprache des Talmuds, und auf dem inneren handelt es sich um die spirituellen Eigenschaften und Handlungen in den Begriffen der Kabbala. Allmählich beginnen diese zwei Schirme sich miteinander zu verbinden. Es hilft dir, die Betrachtung des äußerlichen Weltbildes deiner inneren Betrachtung anzunähern. Du liest den Sohar, und er hilft dir allmählich die äußerliche Realität in deinem Inneren wahrzunehmen. Langsam beginnt die Wirkung, und du beginnst plötzlich immer mehr, dich genauso zur Welt zu verhalten. Als ob man durch die gewisse Wolke zur wahrhaften Realität, zur echten Wahrnehmung der Wirklichkeit übergehen würde. Und der Sohar begleitet dich.

Auszug aus dem Unterricht über das Buch Sohar. Das Vorwort, 30.12.2010

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Konzentrierte Augenblicke

Konzentrierte Augenblicke  

Der Erfolg im  Erreichen  der Spiritualität hängt nicht von irgendwelchen hervorragenden Fähigkeiten des Menschen ab. Auf uns wartet noch die Überraschung, dass nichts von unseren Eigenschaften mit ins Spirituelle übergeht!

Denn  man betritt die spirituelle Welt durch solch einen feinen Filter, dass man nichts dorthin mitnehmen kann, was man jetzt besitzt. Alles verbleibt innerhalb deines egoistischen Wunsches, innerhalb deiner irdischen Vernunft, alles vorher Erworbene verschwindet, und nichts bleibt erhalten.  

Somit hängt der Erfolg nur von den Bemühungen ab, die trotz aller Schwierigkeiten, Problemen und Enttäuschungen durchgeführt werden. Wenn trotz alledem der Mensch doch noch vorankommt und nicht zurückfällt, dann geht er in die spirituelle Welt ein, und seine Anstrengung ist das einzige, was mit ihm bleibt. Diese Hartnäckigkeit gibt ihm das Recht darin einzugehen. Mehr als das, gibt es nichts. 

Wenn wir aus Ägypten hinausgehen, und die Gefäße (Kelim) der Ägypter mitnehmen, dann sollen diese vollkommen leer sein: die nackten Wünsche, in denen nichts übrig blieb. Das bedeutet, dass alle egoistischen Ansammlungen, die wir in Ägypten besaßen, weggeworfen werden. Wir nehmen nur das dürftigste Brot (Matza) und die leeren Gefäße, die Wünsche mit, weil es andernfalls unmöglich ist, aus Ägypten auszuziehen.

Deshalb gibts es jetzt nur einen Rat: man muss versuchen, ungeachtet aller Probleme und Schwere, Enttäuschung und Kraftlosigkeit voranzukommen. Und es funktioniert nur unter der Bedingung, dass der Mensch die gegebene Zeit sehr wertschätzt und versucht, möglichst viel zu tun, und jeden Augenblick ausnutzt.

Es ist sehr wichtig, wie viel er während des Unterrichts aufschreibt, wie viel er im Laufe des Tages  die Botschaft verbreitet, das heißt, womit die gegebene Zeit ausgefüllt wird.

 Auszug aus dem Gespräch während des Mahles am  24.12.2010

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Meine Kerze

Meine Kerze

Wenn wir uns von außen, außerhalb der Grenzen dieser Welt anschauen würden, dann könnten wir sehen, dass “das Leben” darin nicht das wahre Leben ist. Wir sind vom wahrhaften Begriff des Lebens vollständig getrennt. Wir sind spirituell tot, und unsere Realität ist die Illusion eines Zustands der Ohnmacht, der flüchtige Funke, der für die gesamte Welt ausreicht. 

Der Mensch ist erst dann tatsächlich lebendig, wenn er das Licht bekommt und es über sich hält, wenn er nicht zulässt, dass der Genuss erlöscht. Gleichzeitig soll er das Licht nicht direkt in den Wunsch reinlassen. Somit löschen das Licht und der Wunsch einander nicht, und verlieren dabei auch ihre Beziehungen nicht. Sie gleichen einer Kerze, sind wie das Öl und das Feuer, welche vom Docht vereinigt sind. 

Das Öl ist unser Material, unser Wunsch. Der Docht ist der Schirm (Massach), und die Flamme der Kerze ist das Licht. Ich halte das Feuer über mich, erschaffe eine Grenze zwischen ihm und dem Wunsch: ich muss also das Licht nicht ganz abstoßen, und es zwecks des Gebens festhalten können. 

Ich rechne ständig aus, wie viel Öl ich gießen und wie viel Wunsch ich ergänzen soll, damit die Flamme so stark, wie möglich brennt, und deswegen erlischt meine Kerze nicht. 

Wenn es uns auf diese Art und Weise gelingen wird, dann werden wir das Leben als ewig und vollkommen empfinden. Und diese Möglichkeit haben wir vor uns. 

Aus dem Unterricht nach dem Artikel von Rabasch, 24.12.2010

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