1.05.2010
In der Welt der Nekudim dringt zuerst Malchut in Bina ein - es entsteht ein “kleiner Zustand” (Katnut). Dann dringt Bina in Malchut ein, das heißt, dass Bina Malchut die Kraft gibt, und es erscheint ihr, als ob sie den “großen Zustand”, Gadlut, erreichen kann. Diese Handlung führen Aba und Ima der Welt Nekudim aus.
Es gibt aber einen Wunsch in Malchut, - Malchut de Malchut gennant - der nicht in der Lage ist, die Eigenschaften von Bina in sich einzuschließen und bleibt reine Malchut. Aus diesem Grunde zerbrechen alle, denn in jedem Teilchen, in jedem Wunsch, ist ein Teil von diesem “Steinherz” (Dalet de Dalet) beinhaltet, der sich mit Bina nicht vermischen kann.
Die Abschaffung der zweiten Einschränkung (Zimzum Bet) hat eine Enthüllung von Wünschen verursacht, die Bina, das Geben, nicht wahrnehmen können. Es ist aber unmöglich, im Voraus zu wissen, dass es in Malchut solche Wünsche gibt. Nur das Zerbrechen kann sie offenbaren!
Deswegen entsteht nach dem Bruch die Welt Atzilut, die schon genau weiß, was sie für die Korrektur benötigt: Bina in Malchut, Malchut in Bina, reine Bina, reine Malchut dagegen darf sie nicht benutzen. Die ganzen Klärungen sind durch das Zerbrechen ausgeführt worden. Deshalb müssen wir auf unserem Weg nach oben einen Eindruck vom Zerbrechen bekommen - d. h. der Mensch “bricht zusammen” - er sieht, dass er hier nichts machen kann.
Er versucht sich mit den anderen zu verbinden, sie zu lieben, ihre Liebe zu akzeptieren - und sieht, dass er dazu absolut unfähig ist. Diese Eigenschaft in uns müssen wir enthüllen, und das heißt, dass wir gerade diese Malchut enthüllen, die Bina in sich nicht einschließen kann.
Dann “zerbricht” der Mensch (bricht zusammen) und weint - eben von hier muss die Korrektur kommen. Denn alles andere zu korrigieren ist kein Problem. Das Wichtigste ist, Malchut de Malchut von allen anderen Wünschen, die sich korrigieren lassen, abzutrennen!
Diese Analyse, diese Trennung, haben wir vor allem anderen durchzuführen. Dann können wir korrigieren, was korrigierbar ist.
Aus einem Unterricht nach dem Buch von Ba’al Hasulam, “Pforte der Absichten”, 18.04.2010
