Wir strengen uns an und bereiten uns für den Aufstieg auf die neue spirituelle Stufe vor. Mehr können wir momentan nicht machen.
Die eigentliche Handlung wird durch das Licht erfüllt. Ich besitze keine eigene Kraft, über mich selbst hinaufzusteigen. Ich kann mich nicht selbst an meinen Haaren aus dem egoistischen Sumpf herausziehen.
Das Ergebnis unserer gesamten Arbeit heißt: “Man hat sich angestrengt – und hat gefunden“, denn das Höhere Licht wirkt auf uns ein.
Der Auszug aus Ägypten erfolgt mittels “Erwecken von Oben“, durch die Enthüllung des großen Lichtes, das als GaR de-Chochma bezeichnet wird.
In diesem Zusammenhang spricht man über die ägyptische Finsternis. Obwohl uns das Licht offenbart wird, haben wir kein Gewand, Chassadim, um dieses Licht empfinden zu können.
Deshalb wird dieser Zustand Nacht und nicht Tag genannt. Dabei erfolgt kein stufenweiser Aufstieg in die Spiritualität, sondern die Flucht bzw. der Sprung. Das Wort Pessach kommt vom Verb ‘passach‘ -„zu überspringen“.
Diesen Sprung schafft der Mensch mit einem Impuls – außerhalb der Parameter Zeit, Raum und Bewegung, sowie jeglicher menschlichen Einschätzungen.
Es ist die Höhere Kraft, die auf den Menschen einwirkt. Deshalb müssen wir uns vorbereiten.
Dieser Impuls kommt plötzlich, blitzschnell. Im vorigen Augenblick kann der Mensch sich den kommenden Zustand kaum vorstellen, dennoch geschieht der Auszug aus Ägypten ganz unerwartet.
Das Ganze kann man nicht einplanen… Der Schöpfer schafft unseren Übergang, alles geschieht wie im Traum …
Aus der Morgenlektion vom 31.3.2010 erster Teil (Buch Sohar, Kap. Bo, P.166)
