Kabbalist Michael Laitman beantwortet Fragen in seiner wöchentlichen Live TV Show „Frag den Kabbalisten” und in seinem persönlichen Blog - http://laitman.de/
Erziehung, Beziehungen, Engel und die 72 Namen Gottes
Frage: Wie sehen für Sie die Schulen der Zukunft aus?
Antwort: Schulen sollten Kindern „Die Weisheit des Lebens” lehren. Das heißt, man sollte ihnen den Sinn ihres Lebens beibringen - das allumfassende Naturgesetz - was tatsächlich hinter den Kulissen unserer Welt geschieht und warum die Kräfte der Natur uns beeinflussen, wie sie es tun. Diese Erziehung wird unseren Kindern dabei helfen, zu verstehen, wie man sich am besten zu all den Dingen, die uns tagtäglich widerfahren, verhält - aber auch wie man sich anderen Menschen gegenüber verhält. Rest des Artikels lesen… »
Auszüge des Interviews:
„Die Weisheit der Kabbala sagt, dass nicht nur das Verbrennen von Erdöl, die Umweltverschmutzung, die egoistischen Handlungen, das Gewinnstreben, sondern im Besonderen unsere Gedanken an allem Übel schuld sind. Wir hassen einander, jeder denkt nur an sich selbst, jeder ist bereit, die ganze Welt nur zu seinem Vorteil zu nutzen, zu seinem eigenen Nutzen zu verwenden und sonst interessiert ihn überhaupt nichts in der Welt. Für jeden scheint es das Wichtigste zu sein, dass es ihm jetzt gut geht und gerade dieser Zugang und diese Beziehung zerstören die ganze Welt….”
„Der Schöpfer - Gott - ist die Natur. Und das hat nichts mit Religion zu tun, sondern genau so wie wir über unsere Welt lernen, indem wir die Tatsachen aus der Physik, Biologie und Chemie abgeleitet haben, können wir über jene Kräfte lernen, die auf unsere Welt wirken, die unsere Welt lenken. Diese Kräfte vereinigen sich alle im Endeffekt zu einer Kraft, die auf uns wirkt und diese Kraft heißt ‚Elokim’, ‚Schöpfer’,‚Gott’ oder ‚die Natur’. Das ist aber nicht jener Gott, an den die religiösen Menschen glauben……”
“Die einen sagen, wir müssen auf die Bäume aufpassen, die anderen sagen, wir müssen weniger Treibstoff verbrauchen….im Endeffekt müssen wir verstehen, dass all diese Probleme aus einem großen Problem resultieren. Der Egoismus des Menschen umschließt die gesamte Erdkugel und dies schließt auch sämtliche tiefere Stufen der Natur in sich ein…..”
Auszüge des Interviews:
„Der Unterschied zwischen Mann und Frau liegt im Charakter, in der Weltanschauung, im Verständnis der Welt, in der Mentalität, in der Arbeit im inneren System, in den rechten und linken Gehirnhälften - alles unterscheidet sich vollkommen. Wir sind wie zwei Welten, die einander nicht verstehen. Wir können nur durch das Äußere kommunizieren, aber zwischen uns gibt es eine Membran, die undurchdringbar ist. Wir können einander nicht verstehen. Ich kann nicht die Frau verstehen und die Frau wird mich nicht verstehen können. Nur basierend auf unserer Erfahrung, auf der Liebe, auf Anteilnahme, können wir irgendwie in einen wechselseitigen Kontakt miteinander gelangen…”
„’Liebe’ heißt in der Kabbala, eine Beziehung zu den Menschen, in der sämtliche Verlangen in Bezug auf die anderen sind, d.h. wenn ich jemanden liebe, so bedeutet das, dass alles, was er in seinem Inneren wünscht, seine gesamte Leere, all das wird zu meinem, anstelle von meinem, und alles was in mir ist, ist nur dazu da, um ihn zu füllen - und das heißt Liebe….”
F: Warum bezeichnen sie die Kabbalah als Wissenschaft und nicht als Religion?
A: Sie wird als Wissenschaft bezeichnet, weil sie eine ist. Die Wissenschaft der Kabbalah nahm ihren Anfang vor ungefähr 5000 Jahren im altertümlichen Babylon. Zu dieser Zeit war die gesamte Menschheit verbunden und als eine Nation vereint. Der Egoismus begann sich in den Menschen zu entwickeln, sie entfremdeten sich zunehmend, was dann als Stichwort für die ganze und berühmte Geschichte um den Turm zu Babylon diente.
Das Heilmittel hierfür war eine Methode, die durch einen bestimmten Menschen entdeckt wurde, den wir heute als Abraham kennen. Er entdeckte eine Methode, die Menschen trotz des wachsenden Egoismus wieder in Verbindung zu bringen.
Die Methode, die er entdeckte, war eine wissenschaftliche Methode. Anders ausgedrückt verwendet sie wissenschaftliche Untersuchungswerkzeuge, um unseren eigenen internen Mechanismus zu ergründen; und das ist es, was wir heute als die Weisheit der Kabbalah kennen. Judentum, Christentum oder Islam datieren viel später als die Weisheit der Kabbalah und stehen tatsächlich mit ihr in keinem Zusammenhang.
BLOOMBERG TV (October 24, 2007): Mike Schneider, on Bloomberg’s “Night Talk,†interviewed Rav Michael Laitman, PhD investigating Kabbalah from a variety of angles. The interview was composed of 3 parts, each detailing a specific angle on Kabbalah:
Part 1: The Mystery Surrounding Kabbalah
• Kabbalah – What Is It?
• An Ancient Wisdom that Predates Judaism
• Kabbalah and Judaism – What Is their Connection (if any)?
• Is there One Individual Figure Who Occupies a Position of Leadership in Kabbalah?
• Prophecy – Is there such a thing in Kabbalah?
Part 2: The Buzz Surrounding Kabbalah
• Madonna in Kabbalah – What’s the Deal?
• Ethics – Why We Don’t Need Them
• Science and Kabbalah – Are they Competitive or Complementary?
• Kabbalah Involves No Rituals of Any Kind
• Kabbalah Is a Method. Is it a Philosophy as Well?
• You Don’t Need to be Trained in Traditional Judaism Before Studying Kabbalah
Part 3: The Modern World Surrounding Kabbalah
• World Problems. Their Causes. Their Solutions.
• Improve Personal Behavior, Relationships and Family Connections
• Terrorism – the Source of the Problem (Is the Same Source as Every Problem)
• Philosophers and Kabbalah
• What Is the Main Change that Happens to You When You Study Kabbalah?