19. Dezember 2007 um 18:42 · Abgelegt unter Artikel, Drogen, Familie, Jugend, Menschheit
Saubere Städte, wunderschöne Natur, hohes Bruttoinlandseinkommen: was braucht man mehr zum Glück? Offenbar fehlt doch was. Denn: die Schweiz belegt laut Uno-Drogenbericht 2007 Spitzenplätze beim internationalen Drogenverbrauch. Bei einem neuartigen Verfahren konnten aufgrund von Abwasserwerten Schlüsse über den Kokainverbrauch von Großstädten gezogen werden. Sowohl Zürich als auch St.-Moritz sind unter den ersten zehn. Basel hat es immerhin auf Platz 12 der Drogengiganten geschafft.
Die Drogen sind unverändert auf Siegeszug in Europa, dem arbeitswütigen Hobbitparadies der Mittelerde, wo die Wirtschaft boomt und die Gesellschaft innerlich zerfressen ist. Auch USA, das Land der unbegrenzten Möglichkeiten, ist Spitzenreiter des Drogenkonsums: beim gleichen Drogentest des Abwassers liegt New York beim Kokainverbrauch mit Abstand an erster Stelle. Dabei ist Antonio Mario Costa, der Vorsitzende der UNO-Drogen-Kommission, mit den Ergebnissen des Drogenberichts relativ zufrieden: denn zumindest stagniert der Drogenkonsum - er stagniert, weil die zivilisierte Welt sich fest entschlossen hat, den Drogen Einhalt zu gebieten. Durch Polizeiaktionen konnte weltweit um die Hälfte der geschmuggelten Drogen beschlagnahmt werden; durch breit angelegte Aufklärung, Beratung und Behandlung versuchen die Regierungen, den Süchtigen zu helfen und Neuzugang auf dem Drogenmarkt zu verhindern.
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9. November 2007 um 08:44 · Abgelegt unter Artikel, Bewusstsein, Bildung, Familie, Globale Krise, Jugend, Kollektives Bewusstsein, Kultur, Leid, Menschheit, Seele, Zeit
Du kannst mit Codes kommunizieren, wie man es in Chats macht. Du kannst dich hinter einem Bildschirm und Benutzernamen verstecken, aber nicht für immer. Früher oder später werden wir unsere Masken fallen lassen müssen und in unseren Herzen füreinander Platz machen anstatt in unseren Chat-Räumen.
Die Jugend von heute braucht keine langen in Umschläge verpackten und abgestempelten Briefe. Sie werden ersetzt durch den Bildschirm, das Keyboard und Handy.

Von früh an lernen Kinder wie man „Instant Messaging Software“ so wie Yahoo!, MSN Messenger, ICQ oder Skype benutzt. Es ist kostenlos, einfach und schnell. Das Internet erlaubt ihnen, die Grenzen von Zeit und Raum zu überschreiten, was ihre Welt zwar von der Geographie frei macht, sie aber umso mehr an PCs und mobile Geräte bindet. Das alles macht sie zu pragmatischen Menschen: nüchtern, sachlich und entfremdet, ebenso wie die Technik, die sie benutzen.Aber sind sie das nicht ohnehin schon? Ist es die Online-Kommunikation, die uns voneinander entfremdet, oder unsere Entfremdung voneinander, die zur Entwicklung entfremdender Kommunikationsformen führt? Was soll aus einer Generation werden, die keine andere Art des Gesprächs mehr kennt, außer über Kabel oder eben “wireless”?
Total Verkabelt
Als Kind hätte ich mir nie träumen lassen, dass die Geräte aus meinen Science-Fiction Comics noch in meinem Leben zu alltäglichen Kommunikations-Apparaten eines Sechsjährigen werden sollten. Wenn ich damals mit Freunden spielen wollte, musste ich eine alte Technik namens „Füße“ benutzen. Ich lief tatsächlich zu meinen Freunden um mit ihnen zu reden. Normalerweise musste ich sogar zuerst mit der Mutter meines besten Freundes sprechen.
Heutzutage kann ich zur Arbeit pendeln und Nachrichten an meine Freunde in Lichtgeschwindigkeit über mein Mobiltelefon schicken. Und die Chance mit der Mutter meines besten Freundes zu reden ist umso kleiner. Meine Tochter spricht mit ihren Freunden hauptsächlich über den Messenger. Sie ersetzt Worte durch Abkürzungen und Emotionen durch Emoticons. Es scheint, als ob Beziehungen für unsere Kinder zu einer virtuellen Sache geworden sind.
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