Eine Frage, die ich erhielt: Ich habe noch nicht alle materiellen Wünsche realisiert, aber bin schon zu Kabbala gekommen. Was bedeutet das?
Meine Antwort: Macht nichts, setze das Studium fort. Wie die Tora und Baal HaSulam im “Vorwort zum TES” erklären, soll der Mensch kein Asket sein.
Unser Weg ist nicht der Weg der Enthaltsamkeit, wir kommen nur mit Hilfe des Lichtes voran, das zur Quelle zurückführt. Wenn wir also in der Gruppe arbeiten und die richtige Absicht während des Studiums aufbauen, dann ziehen wir das Licht heran, das uns korrigiert.
Unser Körper hat nichts damit zu tun, man braucht ihn nicht zu quälen, wir brauchen unser Leben nicht den harten Beschränkungen unterzuordnen.
Die Wissenschaft der Kabbala fordert vom Menschen nichts, außer dem Studium mit der Absicht. Alles wird sich einrichten, ungeachtet unseres Bösens und unserer Veranlagungen, der Begierden und der nebensächlichen Gedanken. Erlaube dem Licht, die Ordnung zu schaffen und störe es so wenig wie möglich daran.
Infolge eines „großen“ Verstandes beginnen wir selbständig zu handeln und erdenken allerlei künstliche Verbote, als ob wir wüßten, was gut und was schlecht für das spirituelle Begreifen ist. Es ist eben die falsche Herangehensweise.
Wenn du in allem deiner Vernunft folgst, dann wirst nichts erreichen. Denn deine Vernunft entspringt aus deiner Selbstsucht, aus dem unkorrigierten Wunsch. Wie kann sie dann den folgenden Schritt auf dem Weg der Korrektur selbst bestimmen?
Deshalb bauen wir nur die richtigen Bedingungen für das Licht auf, damit es auf uns einwirkt. Darin besteht die ganze Methodik. Nichts anderes ist notwendig. Stelle dem Licht keine Hindernisse auf dem Weg und, im Gegenteil, hilf ihm so viel wie möglich viel, auf dich einzuwirken.
Verwende die Gruppe, die Vereinigung, die Versammlung der Freunde, die Verbreitung, das Studiums, die Ereignisse, die Treffen – alles, was den Einfluss des Lichtes hervorruft. Denn es strömt nur auf die Einheit der Seelen zu. Von da aus ist es nach dem Zerbrechen weggegangen und dorthin kehrt es auch zurück, wenn sich die Seelen bemühen, sich wieder zu vereinigen.
Hauptsache ist, du führst die innere Arbeit mit den äußerlichen Handlungen im Hintergrund aus, bemühst dich aus allen Kräften der Seele mit den Freunden vereinigt zu werden und wartest auf das Licht, das kommt und euch wirklich miteinander verbindet. Darin besteht eben die Quelle der Korrektur.
In unserer Welt gibt es keine anderen Mittel, weder im Menschen, noch außerhalb von ihm. Nur das wird dir und der ganzen Welt zulassen, korrigiert zu werden, andernfalls taucht sie in die globale Krise ein.
Heute beginnt alles, was wir im Laufe der Jahrtausende erreicht haben, zerstört zu werden und zeigt uns das leere Kli, den leeren Wunsch, mit dem man etwas machen muss. Heutzutage wird die Leere zum Schicksal für alle Menschen.
Deshalb müssen wir die richtige Methodik öffnen, die auf der Vereinigung gegründet ist. Wir müssen die Stelle des Zerbrechens aufsuchen und, dorthin das Licht heranziehen, das uns zur Quelle, d.h. zur Verbindung, zur einheitlichen Seele zurückführen wird.
Nur das höhere Licht, das in unserer Einheit gezeigt wird, wird uns die Empfindung des wahren Lebens geben.
Aus dem Unterricht nach einem Artikel Rabasch, 24.12.2010
Eine Frage, die ich erhielt: Wir sollen МaN (Gebet) erheben. Befindet sich diese Handlung innerhalb des Verlangens?
Meine Antwort:МaN bedeutet, dass ich um die Kraft des Gebens bitte. Aus Malchut heraus wende ich mich an Bina, und bitte folglich Bina um die Fähigkeit, zu geben. Denn ich muss solchen Zustand erreichen, dass mich dieses Gebet (МaN) vollkommen erfüllt, und es genügt mir auch, ich freue mich darüber, МaN zu erheben.Rest des Artikels lesen… »
Jede Seele verbessert den Zustand der gemeinsamen Seele, indem sie sich korrigiert und den übrigen Seelen dabei hilft, sich zu korrigieren und die Korrekturen in die gemeinsame Seele einzubringen.
1. Jeder Mensch soll die Wurzel seiner Seele realisieren, bzw. sein geistiges Gen (Reshimo) zur persönlichen endgültigen Korrektur (Gmar Tikun prati) zu führen. Rest des Artikels lesen… »
Ohne sich vor der Gruppe zu annullieren erhält man kein spirituelles Gefäß, das Verlangen, von oben die Eigenschaft des Gebens zu empfangen. Das heißt, man wird studieren, aber keine Ergebnisse erzielen.
Eher im Gegenteil, wenn man sich über die anderen stellt, wird das Studium zu einer tödlichen Droge und man verwandelt sich in eine „Fledermaus“. Rest des Artikels lesen… »
„Da fand ihn ein Mann, und siehe, er irrte auf dem Feld umher; und der Mann fragte ihn: Was suchst du? Und er sagte: Ich suche meine Brüder. Teile mir doch mit, wo sie weiden! (Genesis 37:15,16)“. Der Mensch, der vom Weg des Lebens abgekommen ist, sich auf diesem Feld des Lebens verlaufen hat, kann so nicht weiter leben. Er sucht nach einer Richtung, nach anderen Gleichgesinnten, die so wie er sind, nach Brüdern. Er fühlt sich verpflichtet, einen anderen Weg zu finden - nicht auf der Ebene der irdischen Existenz, wo wir nur wie Tiere lebe, sondern sich über diesem Leben zu erheben - auf die Stufe eines Menschen.
Deshalb sucht er nach denen, die weiden, oder ihre Tiere lenken [oder besser, beherrschen]; er möchte sich ihnen anschliessen, damit sie seine Brüder werden und ihm beibringen werden, wie er auch ein Hirte werden kann, und sich über dem Tier in sich erhebt.
Unter dem Feld (Wunsch) wird ein Ort verstanden, wo die Früchte der Erde wachsen müssen - Ergebnisse des Lebens. Auf dem Feld wandern “Tiere” herum - Menschen ohne höheres Ziel, die sich nur damit beschäftigen, wie sie hier und jetzt irgendwie überleben können.
Wie finde ich den Weg und wie werde ich zu einem “Menschen”, damit ich das Brot (spirituelle Kräfte und Kenntnisse) aus dem “Feld” erzielen und die ganze Welt mit “Lebensunterhalt” (höherem Leben) versorgen kann?
Der Mensch weint nach dem Tier in sich, von dem er sich befreien muss und von welchem aus er auf die spirituelle Ebene aufsteigt. dafuer braucht er eine starke Unterstuetzung, die ihm es erlaubt, sich stärker an das Spirituelle zu halten als an das Materielle, welches ihn nach unten zieht.
Deshalb schliesse ich aus eigener Wahl einer kabbalistischen Gruppe an, in der Liebe zu Freunden herrscht, da ich verstehe, dass ich mich ohne sie nicht weiterentwickeln kann.
Liebe heisst, wenn jeder fühlt, dass die Gruppe für ihn wichtiger als er selbst, als sein “Esel” ist. Mit ihrer Hilfe kann er zu einer Verschmelzung mit dem Schöpfer kommen, sich dem Schöpfer angleichen, unter der Bedingung, dass er sich der Gruppe übergibt, um von ihr die Kräfte zu erhalten, sich über seinen eigenen Esel, auf die Stufe eines Menschen zu erheben.
Eine Frage, die ich erhielt: Was ist so besonders an der Anstrengung, dass sie den Menschen verändert?
Meine Antwort: Die Anstrengung wird nicht in den Verlangen selbst erfasst, sondern in unserem Bestreben, den Unterschied zwischen uns und dem Licht, zwischen dem Schöpfer und der Schöpfung herauszufinden. Rest des Artikels lesen… »
Eine Frage, die ich erhielt: Gerade ist der internationale Kongress in New York (Sohar, Mai 2010) zu Ende gegangen, wo viele Völker und Nationalitäten, etwa tausend Menschen, Repräsentanten von vielschichtigen kulturellen Hintergruenden, vertreten waren. Nach nur 20 oder 30 Stunden verschwanden alle diese Unterschiede, es herrschten Vereinigung und Liebe.
Während ein Mensch Stufe für Stufe hinaufsteigt und verschiedene Zustände erlebt, soll er keinesfalls vergessen, dass nur eine Kraft existiert und es nicht nur ihn oder seine Umgebung gibt, sondern ausschließlich eine Höhere Kraft, die allgemeine Natur, den Schöpfer, die für ihn diese Zustände arrangiert und mit welcher er sich dann verbindet.
Es ist richtig, dass ich mich vor der Umgebung erniedrigen soll. Es ist ebenso richtig, dass ich aus den Büchern lernen soll, die von den weisen Menschen, von Kabbalisten geschrieben wurden, wobei ich mich jedes Mal neu erschaffe.Rest des Artikels lesen… »
11.05.2010 Eine Frage, die ich erhielt: Könnten Sie Ihre erste spirituelle Erfahrung beschreiben, das erste Treffen mit dem höheren Licht? Wie kann man sich diese Empfindung vorstellen?
Meine Antwort: Die erste spirituelle Erfahrung ist bei allen gleich, denn eigentlich durchleben die Menschen die gleichen Zustände. Rest des Artikels lesen… »
Eine Frage, die ich erhielt: Warum wiederholen und erklären die Autoren des Buches Sohar ständig dasselbe? Reicht es nicht, das eigentliche Prinzip zu erklären – und weiter fortzusetzen?
Warum schreiben Sie so viel über schon klare Sachen - dass beispielsweise jedes Element aus vier Teilen besteht, die mit drei Linien multipliziert sind – also insgesamt aus zwölf Teilen?Rest des Artikels lesen… »
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