23.04.2010
Ein beliebiger Zustand lässt sich mit zwei Parametern beschreiben: mit dem Licht und mit dem Wunsch (Kli).
Wenn es aber kein Licht, sowie keinen Wunsch für Licht gibt (deshalb hat sich das Licht auch entfernt), dann bleibt eine Erinnerung, “die Aufzeichnung” (Reshimo) an das Licht und an den Wunsch.
Angenommen, ich hätte einen Wunsch und den Genuss darin: und dann würde sich die Situation plötzlich ändern – sodass es weder das vorige Licht, noch den Wunsch dazu gäbe.
Folglich hätte ich im neuen Zustand einen neuen Wunsch: wie könnte ich aber bestimmen, welches Licht darin zu empfangen wäre? Denn ich habe einen bestimmten Wunsch,der gerade jetzt empfunden wird, und empfange kein Licht, welches von außen kommen soll.
In diesem Fall benutze ich die Informationen (Reshimo) über das Licht aus dem vorigen Zustand, sowie die Informationen über den Wunsch – aus der Gegenwart.
Angenommen, ich war gestern im Restaurant und genoss das Gericht für 100 Schekel. Heute komme ich zum selben Restaurant nur mit 80 Schekeln und weiß nicht, was ich dafür bestellen werde.
Ich bin also gezwungen die Berechnung aufgrund dessen zu machen, was gestern geschah. Dabei verstehe ich auch, dass ich heute nur noch weniger bestellen kann, und berechne dann um soundso viel weniger.
Einerseits erinnere ich mich an den Genuss (an das Licht) von gestern, der immer von außen kommt. Andererseits habe ich heute weniger Geld (Kli) – das in meiner Tasche liegt.
Deshalb beinhaltet jeder spiritueller Zustand die Informationen über den Wunsch selbst (Reshimo de-Avijut), sowie die Informationen über das sich in den vorigen Wunsch einkleidende Licht (Reshimo de-Itlabschut).
Aufgrund dieser zwei Reshimo kann man immer verstehen, was gerade geschieht. Ohne diesen Reshimo (ohne der Erinnerungen), verliert der Mensch sein Gedächtnis und somit auch seinen Verstand.
Insofern wird er sich nicht mehr daran erinnern, was im Augenblick früher geschah, und wird daraufhin nicht verstehen, wie er sich jetzt zu benehmen hat.
Wir handeln also nur aufgrund der Reshimot, aufgrund der vorprogrammierten Daten. Alle Gegenüberstellungen und Berechnungen werden auf deren Grundlage gemacht.
