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08.02.2012

Die Entwirrung des Sohar – ein Ruf, zu Erwachen

sohar mit weckerWir sind in einen schlafenden Zustand hinein geboren, leben in einem Traum und wir merken es nicht einmal. Es ist Zeit aufzuwachen.

„Und am vierzehnten Tag des ersten Monats eröffnete Rabbi Chiya: Ich schlafe, aber mein Herz ist wach. Horch! Mein Geliebter klopft.” … „Die Gemeinschaft Israels sagte: Ich schlafe im Exil in Ägypten.” Das kommt daher, weil das Exil aufgrund der Dominanz der Linken Linie über die Rechte bestand. Auch die Mochin (Lichter) de Malchut verließen uns aufgrund der Dominanz der Linken. Das bedeutet es, zu schlafen. „Meine Kinder waren in harter Versklavung”, aber mein Herz ist erwacht, sie davor zu retten, im Exil umzukommen… „Mein Geliebter klopft, das ist der Schöpfer, der sprach: ‚und ich habe mich an meinen Vertrag erinnert’.” (Sulam Kommentar zum Buch Sohar, Parashat Emor, Nr. 128).

In diesem einzigartigen Essay lehrt uns Rabbi Chiya, einer der neun Schüler von Rabbi Shimon Bar-Yochai, auf die Stimme in unserem Herzen zu hören. Das ist die Stimme der Höheren Kraft, die uns ruft, uns mit ihr zu verbinden. Wenn wir es tun, erreichen wir ein neues Leben - wahrer und besser.

Rabbi Chiya beginnt seine Rede mit der Erwähnung des ersten Monats des hebräischen Kalenders. Dieser Monat heißt „das Haupt der Monate” weil er der Vorläufer des Beginns eines neuen Lebens in Liebe und Einheit ist.

Das Buch Sohar sagt, dass wir, um so ein wundervolles Leben haben zu können, lernen müssen, unsere Egos zu transzendieren und die Natur des Schöpfers anzunehmen, die Natur von Liebe und Geben, während wir noch in dieser Welt leben. Wenn wir lernen, einander zu lieben, werden wir uns auf einen anderen Level erheben und werden dem Schöpfer gleich. Dann werden wir „Adam” (Mensch) genannt, so wie in dem Vers Adammeh la Elyon, „Ich werde sein wie der Höchste” (Jesaja, 14:14).

Rabbi Chiya erklärt den Weg, diesen erhabenen Zustand zu erreichen, anhand einem der tiefgründigsten Verse aus dem Lied der Lieder: „Ich schlafe, aber mein Herz ist wach. Horch! Mein Geliebter klopft.” Dieser Vers enthält den gesamten spirituellen Pfad, den Pfad, der uns zur Vollkommenheit führt.

Wir waren wie die Träumer

Bevor jemand die Weisheit der Kabbala kennt, verseht er oder sie nicht, warum er auf der Welt ist oder was die Zukunft bringt. Dieses Stadium heißt in der Kabbala „Schlaf”. Nur wer aus seinem Schlaf erwacht, erreicht Spiritualität und kann die Vergangenheit so sehen, als hätte er sie geträumt.

Ein Funke vom Schöpfer

Die Gemeinschaft Israels, zu der Rabbi Chiya spricht, stellt die Gesamtheit der Seelen Israels dar - uns. Er erklärt, dass jeder in Israel einen Funken vom Schöpfer hat, der erwachen möchte, um in Kontakt mit Ihm zu kommen. In Momenten, in denen dieser Funken in uns erwacht, fühlen wir die Notwendigkeit, etwas Größeres und Tiefergehendes in unserem Leben zu suchen - zu verstehen, warum wir leben.

Echos in unseren Herzen

Die Stimme des Schöpfers hallt in unseren Herzen wider. Von diesem Ruf erwacht ein jeder, wie wenn vom Schöpfer ein Trompetenschall ertönt - um der „Geliebte” des Menschen zu sein. Der Schöpfer möchte, dass wir Ihm gleich werden und Seine Stufe erreichen, indem wir uns mit Ihm verbinden, indem wir einander lieben.

Die Echos klingen in unseren Herzen um uns zu zeigen, dass wir im Exil vom spirituellen Leben sind, dass wir schlafen und dass es Zeit ist, zu erwachen.

Die Stimme des Schöpfers

Heutzutage wurde uns eine wundervolle Gelegenheit gegeben. Heute kann jeder Mensch die Stimme des Geliebten, des Schöpfers hören. Die größten Kabbalisten haben den Weg für uns gepflastert, so dass wir verstehen können, dass wir schlafen, den Traum enthüllen können und erwachen. Die Weisheit der Kabbala vertritt „die Stimme des Schöpfers”, die in unseren Herzen widerhallt, wie ein Wecker, der laut genug klingelt, uns zu einem Morgen eines neuen Lebens zu erwecken. Verbinden wir uns und erwachen wir in das gute Leben, in das Licht.

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3 Kommentare »

  Eva wrote @ August 2nd, 2008 at 21:40

ach, was soll ich sagen???

Schön Schön Schön!!!
Diese Texte klingen wie Melodien….
ich danke euch!

  Ebni15 wrote @ November 20th, 2008 at 20:46

Liebe Freunde.
Die Sache mit der Nächstenliebe muss man sehr gut definieren. Es genügt nicht Brot auf der Strasse zu verteilen. Und hier in Olam ha Seh könne wir unsere Feinde auch nicht lieben, da wir alle dem Egoismus unterworfen sind. Nein, der Rav meint es anders: Es muss vom Punkt des Herzens kommen eine grosse Kavanah Adam ha Rishon zu verbinden vorhanden sein. Wenn dies mit aller Kraft getan wird, so wird es das Or Makiv sein das die Seelenteile miteinander verbindet.

Alles Liebe für das Welt Klie. Alberto

  Annnemarie Hihn wrote @ März 22nd, 2010 at 12:31

Nur die Liebe ist real,der Schöpfer ist in uns allen, wir sollten uns Gedanken machen über den Satz” Alle Menschen werden Brüder”
so sollte es sein, geben aus reinem Herzen.
Annemarie Hihn

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