Wenn wir dem Schöpfer nur dank des von Ihm erschaffenen Wunsches geben würden – gäbe es dann noch falsche Liebe?!
Folglich wäre es so, dass ich Ihn nur deshalb lieben würde, weil Er mich auf die Art und Weise erschaffen hat, damit ich Ihn liebe. In der Liebe kann es aber nicht so sein, dass der Wunsch nicht von mir käme!
Deshalb war es unmöglich, uns mit dem fertigen Wunsch „Ihn zu lieben“ zu schaffen. Es wäre einfach zu abscheulich.
Die Liebe soll jedoch von Anfang an aufrichtig sein, damit sie aus dem Nichts entstehen kann und absolut uneigennützig und vom jeglichen Genuss unabhängig bleibt.
Wie kann ich dann eine ewige und absolut reine Liebe erreichen, die keine Belohnung fordert und vollkommen uneigennützig ist?! Wie erreicht man genau die gleiche Beziehung der Schöpfung zum Schöpfer, wie die des Schöpfers zum Geschöpf?
Es ergibt sich, dass wir selbst diesen Wunsch, das Bedürfnis zu geben – aufbauen müssen, und darin liegt unsere gesamte Entwicklung von hier aus und bis zur Welt der Unendlichkeit – das Bedürfnis zur Liebe zu erreichen!
Und dieser Mangel an Liebe verschwindet nicht, weil wir ihn selbständig in unserem Inneren schaffen. Danach halten wir uns an diesem Mangel fest, und können deshalb lieben und geben.
Genau aus diesem Grund wird dieses spirituelle Gefäß niemals überfüllt! Denn es kann sich nie ganz füllen – weil wir es oberflächlich zudecken, wie auch gesagt wurde: “Alle Verbrechen wird die Liebe zudecken”.
Aufgrund dieser Bedeckung – wird der Mangel noch größer. Ich decke ihn wieder ab – und er wächst wieder. Das heißt, er entbrennt immer und immer mehr.
Deshalb kann der Prozess, den wir durchleben, nicht anders sein – denn er stammt aus dem letztendlichen Vorhaben. Wenn der Schöpfer uns zur gegenseitigen und vollkommenen Liebe bringen möchte, dann gibt es keine bessere Möglichkeit.
Aus unserem Entwicklungsendpunkt ging es schon die gesamte Treppe der Rettung hinunter, zum Anfang des Weges, und wir sind verpflichtet, diesen Weg so zu gehen, wie wir es auch jetzt tun.
