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08.02.2012

Die Welt der Tiere und die Welt des Menschen

26.04.2010

Rabbi Akiwa sagte: „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst – das ist das Hauptgesetz der Tora!“
Doch warum ist die Nächstenliebe das Hauptgesetz, die Grundlage, die uns eindeutig in zwei Teile teilt: eine tierische und eine menschliche?

Wenn ich mich selbst liebe, bin ich ein Tier. Wenn ich den Nächsten liebe, bin ich ein Mensch. Wenn ich ein Tier bin, dann nehme ich nur das materielle Leben wahr. Doch in dem Maße, in dem ich beginne, die anderen zu lieben, nehme ich den Schöpfer, die spirituelle Welt wahr.

Doch wo nehme ich die Spiritualität wahr? Innerhalb jener Kraft der Liebe, die als mein spirituelles Gefäß, Kli, bezeichnet wird.

Im Moment ist mein Gefäß die egoistische Liebe, das Verlangen mich selbst zu lieben, in dem ich heute diese Welt wahrnehme. In dieser egoistischen Realität empfinde ich, was für mich gut und was schlecht ist.

Die Welt und ihre Vielfalt nehme ich nur in Bezug auf mich selbst wahr. All ihre Farben und Klänge hängen davon ab, was für mich nützlich bzw. schädlich ist. Das eine fürchte ich, das andere will ich, das eine stoße ich ab, das andere ziehe ich an.

Jeglicher Einfluss wird von meinen Sensoren als Einwirken bezüglich meiner Selbstliebe empfunden. Deshalb wird von mir nichts, was sich nicht auf diese Selbstliebe bezieht, gesehen bzw. als existent wahrgenommen.

Vor mir liegt eine ganze Unendlichkeit und ich sehe sie nicht! In Bezug auf mich existiert sie quasi nicht, denn ich habe nichts davon.

Die egoistische Liebe bestimmt die Größe der von mir wahrgenommenen Schöpfung. Von der ganzen Welt der Unendlichkeit nehme ich nur einen winzigen Teil wahr, meine Welt.

Wenn ich anfange, aus mir herauszugehen und in meinem bisherigen Verlangen zu empfinden, was für die anderen gut ist (d.h. den Nächsten zu lieben), dann wird das als höhere, spirituelle Welt bezeichnet. Und dann werde ich eine ganz andere Schöpfung enthüllen.

Selbst wenn ich jetzt einfach im materiellen Sinne die Gedanken an mich selbst abschalte und beginne, an einen Freund zu denken, wird das eine ganz andere Welt. Denn er hat ganz andere Probleme und Beziehungen als ich.

Deshalb, wenn ich enthülle, was für einen anderen wichtig ist, wird das in Bezug auf mich als höhere, spirituelle Welt bezeichnet.

Für ihn selbst ist das die materielle, egoistische Welt. Doch wenn ich das Verlangen bekomme, mich in die gleiche Realität wie er zu hüllen und seine Welt aus ihm heraus zu enthüllen, wird sie für mich zu einer spirituellen Welt.

Diese Übung erlaubt mir, aus mir herauszugehen und den Schöpfer wahrzunehmen. Eben Ihn werde ich in dir spüren, so wie es heißt: „Der Schöpfer ist in Seinem Volk“

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