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07.02.2012

In der Natur strebt alles nach Einheit

1Die Evolution der Natur beweist, dass der Prozess, die Welt in ein globales Dorf zu verwandeln, kein Zufall ist. Vielmehr handelt es sich um einen natürlichen Zustand, wenn die Zivilisation sich in Richtung auf eine umfassende Harmonie entwickelt. Gemäß der Evolutionsbiologin Elisabet Sahtouris wird es am Ende des Prozesses ein System geben, dessen Teile miteinander wechselseitig und in Zusammenarbeit in Verbindung stehen. In einem Vortrag auf einer Konferenz in Tokio 2005 erklärte Sahtouris, dass die Evolution Phasen der Individuation, des Konflikts und der Konkurrenz umfasst. Am Ende dieser Phasen vereinigen sich die Elemente zu einem einzigen harmonischen System.
Sie zeigte dies am Beispiel des evolutionären Prozesses des Lebens auf der Erde. Vor Milliarden Jahren wurde die Erde von Bakterien bevölkert. Die Bakterien wucherten und begannen daher, um natürliche Quellen zu konkurrieren, wie Nahrung und Territorium. Folglich entstand ein neues Dasein – eine Bakterienkolonie, die sich den Umweltbedingungen besser anpasste.

Ein Bakterium ist tatsächlich eine Gemeinschaft von Bakterien, die als ein einziger Organismus funktioniert. Durch genau diese Regeln entwickelten sich einzellige Lebewesen und wurden zu mehrzelligen Lebewesen, schließlich zu vollständigen Körpern, bestehend aus Pflanzen, Tieren und Menschen.

Jedes individuelle Element hat ein persönliches, egoistisches Interesse. Jedoch besteht die Essenz der Evolution darin, dass die Elemente mit persönlichem Interesse sich zu einem Körper vereinigen und für das kollektive Interesse dieses Körpers arbeiten. Sahtouris betrachtet den Prozess, den die Menschheit gegenwärtig durchläuft, als einen erforderlichen Schritt, eine einzige, menschliche Familie zu bilden – eine Gemeinschaft, die dem Interesse von uns allen dient, vorausgesetzt, wir funktionieren innerhalb ihr als gesunde Teile.

Wenn wir daher gründlich die Bestandteile der Natur untersuchen, erkennen wir, dass Altruismus die Basis allen Lebens ist. Jeder lebende Organismus und jedes System besteht aus einer Sammlung von Zellen oder Teilen, die kooperieren, einander ergänzen und sich gegenseitig unterstützen. Sie teilen und überleben nach dem altruistischen Gesetz „einer für alle“. Wenn wir tiefer in die Natur schauen, finden wir mehr und mehr Beispiele natürlicher, wechselseitiger Verbundenheit, und dass das Generalgesetz der Natur lautet: „altruistische Verbindung unter egoistischen Elementen“.

Die Natur hat das Leben auf solche Art gestaltet, dass jede Zelle gegenüber anderen altruistisch werden muss, um einen lebenden Körper zu bilden. Die Natur erschuf eine Vorschrift, bei der der Klebstoff, der die Zellen zusammenhält und die Organe eines lebenden Organismus, die altruistische Beziehung unter ihnen darstellt. Daraus folgt, dass die Kraft, welche das Leben erschafft und bewahrt, altruistisch ist, eine Kraft des Gebens und des Teilens. Ihr Ziel ist es, ein Leben zu erschaffen, welches harmonisch und ausgeglichen unter allen ihren Elementen auf altruistischer Basis gründet.

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