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07.02.2012

Jeden Tag neuer Himmel und neue Erde

28.04.2010

Wenn sich mir nicht jeden Augenblick ein neuer “Buchstabe”, ein neues “Wort” und eine neue”Seite” in meinem “Buch des Lebens” öffnet, muss ich mir Sorgen machen,warum ich keine Erneuerung habe und in eine tierische Existenz gefallen bin!

Die Menschheit sucht ständig nach neuen Erfüllungen, (indem sie die Wissenschaft und die Technik entwickelt und neue Unterhaltungen findet), nur um sich fühlen zu lassen, dass das Leben sich dreht, und sich etwas ändert.

Aber wenn der Mensch etwas Neues bekommt, sieht er, dass es ihn nicht erfüllen kann - denn die Natur treibt uns an, der neuen Welt entgegen, neue Reschimot zu verwirklichen.

Nur das umgebende Licht, das von der neuen Stufe kommt und in uns neue, in uns verborgene Reshimot erweckt, ist unsere einzige Rettung. Jedesmal müssen wir das Himmelsbuch neu öffnen.

Himmel bedeutet Bina, und wenn diese Kraft, die vom Himmel kommt, das Licht in uns, in Malchut, erweckt, bringt es uns eine Erneuerung der Lebensempfindung. Unsere Erzählung erneuert sich und schreitet voran, es kommen neue Himmel, und folglich auch eine neue Erde, ein neues Verlangen. Denn alles bewegt sich nur dank des Lichtes, das kommt und in uns neue Wünsche, neue Reschimot enthüllt.

Wir müssen uns darum kümmern, dass die Umgebung und die Bücher in uns ständig neue Wünsche erwecken und für uns neue Zeiten beginnen. Das muss ein Teil des gewöhnlichen Tagesablaufs werden - dass sich die ganze Zeit etwas Neues enthüllt. Man darf sich nicht einfach mit dem Lebensfluß ziehen lassen - ich muss das Leben selbst ständig erwecken.

Nur wenn ich nach meinem eigenen Wunsch, durch eine Erweckung von unten (”itaruta de letata“) fortschreite - heißt das, dass ich meine Seele korrigiere und mich an das Ziel der spirituellen Entwicklung, einer Verwirklichung meiner spirituellen Entwicklung, annähere.

Erwartet nicht, dass von oben automatisch irgendwelche Änderungen herunterkommen - jede Änderung muss durch eine Forderung des Menschen verursacht sein, nur so kann er das Buch neu öffnen.”Nicht die Morgendämmerung wacht mich auf, sondern ich wache die Morgendämmerung auf!” - das ganze Licht muss nach meiner Bitte kommen.

Sonst ist es die Dunkelheit, die mich zur Handlung drängt…

Aus einem Unterricht nach dem Buch “Shamati”, 28.04.2010

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