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07.02.2012

Liebe, die Empfangen in Geben verwandelt

04.05.2010

Eine Frage, die ich erhielt: Es steht geschrieben, dass der Genuss in dem Erreichen der Eigenschaften des Schöpfers besteht. Es sieht aber so aus, als ob wir das Empfangen genießen würden.

Meine Antwort: Der Genuss besteht darin, dass ich dem Schöpfer ähnlich werde. Und die Handlung selbst – Empfangen oder Geben – ist nicht mehr so wichtig.

Das Ziel ist Verschmelzung mit dem Schöpfer. Das ist das Höchstmaß, das ich erreichen will. Die Verschmelzung wird dadurch erreicht, dass ich Ihm gebe und Er mir.

Doch um einander geben zu können, müssen wir voneinander empfangen! Sonst gibt es keine Verbindung zwischen uns!

Und damit es zwischen uns eine Verbindung und gegenseitiges Empfangen und Geben gibt, brauchen wir die Liebe zueinander.

Liebe ist ein Mittel. Empfangen und Geben sind auch Mittel. Das sind alles Mittel, um Verschmelzung zu erreichen.

Und die Handlung selbst spielt keine Rolle. Wenn ich jemanden liebe und er mich liebt, spielt es dann eine Rolle, ob wir einander geben oder voneinander empfangen? Wir genießen einfach einander!

Wie viel Genuss bereitet einer Mutter ihr Baby, das von ihr empfängt! Natürlich gibt sie ihm, doch es gibt ihr viel mehr.

Doch was gibt es ihr?! Es verlangt nur ständig, schreit und macht in die Windeln. Und dabei gibt es ihr die Möglichkeit, zu genießen… Das verstehen alle, das braucht man niemandem zu erklären.

Spiritualität beinhaltet quasi die gleichen Handlungen, die auch im Materiellen möglich sind, doch der ganze Sinn verbirgt sich in der Absicht: wofür mache ich das alles. Und die Handlung selbst, sei es Geben oder Empfangen, ist überhaupt nicht wichtig.

Ein noch deutlicheres Beispiel: jemand nimmt ein Messer und schlitzt einem anderen den Bauch auf. Auch hier ist die Absicht, mit der er das tut, das Wichtigste.

Im Interesse des Nächsten – als Arzt, oder im eigenen Interesse – als Dieb und Mörder. Darin besteht der ganze Unterschied.

Eine Handlung kann man nur aufgrund ihrer Absicht bewerten – wofür wurde sie vollzogen, zu welchem Zweck.

Und ihr diskutiert darüber, ob man empfangen oder geben soll… Ist das nicht gleich?! Wichtig ist wofür – um genießen zu lassen oder um selbst zu genießen.

 

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