Es ist kein Geheimnis - wir lieben Musik. Musik ist die universelle Sprache, welche ein gemeinsames Band zwischen allen Menschen knüpft. Sie erweckt leidenschaftliche Gefühle im Herzen und lässt pulsierende Erinnerungen des Gedächtnisses wieder aufleben. Wir werden durch sie beruhigt, erregt, getröstet und wir fühlen ein inneres Bedürfnis, diese Gefühle mit anderen zu teilen. Der Frieden, den die Musik bringt, wird offensichtlich, wenn wir über „im Einklang sein” oder den Harmonie- und Rhythmusbedarf sprechen, um uns vollständig und lebendig zu fühlen.
Die Musik ist heute zugänglicher und persönlicher denn je. Apples Ankunft des iPod hat ein weltweites Phänomen ausgelöst. Milliarden wurden verkauft und Firmen wie Microsoft und andere sprangen auf den fahrenden Zug auf. Wir lieben es, weil es uns erlaubt, dass wir das zum Hören ausgewählte, persönlicher gestalten. Für viele von uns sind unsere Playlisten heilig und irgendwie definieren sie, wer wir sind.
Der berühmte Komponist Ludwig van Beethoven sagte einmal: „Musik ist ein nicht greifbarer Eingang in die höhere Welt der Erkenntnis, welche die Menschheit erfasst, aber welche die Menschheit selbst nicht begreifen kann.” Dieser Gedanke berührt eine Seite in jedem, der auf unerklärliche Weise durch ein Lied berührt wurde.
Aber was steht hinter all dem? Warum berührt uns Musik so tief? Kabbala erklärt, dass ob wir uns dessen bewusst sind oder nicht, alle musikalischen Klänge, die wir erzeugen, nichts anderes sind als ein Schrei unserer Seele. Es gibt eine Seele in jedem von uns und unsere Seelen sehnen sich danach, den Schöpfer zu verstehen, ihm näher zu kommen und ihn zu fühlen. Deswegen spricht die Musik in einer Weise, die uns tief berührt und darum spielte Musik über die Jahrhunderte eine wichtige Rolle in der Gesellschaft.
Es zeigt sich, dass Musik auch eine tragende Rolle im Studium der Kabbala spielt: Es gibt eine wichtige Verbindung zwischen kabbalistische Musik zu hören und spirituelle Empfindungen zu erwerben. Weil die Musik in einer Sprache der Gefühle und Emotionen zu einem Menschen spricht, beginnt er zu fühlen, was die Kabbalisten beim Komponieren fühlten.
Die spirituelle Empfindung, die ein Kabbalist fühlt, kann durch Prosa, Poesie, Lieder oder Melodien ausgedrückt werden, weil das alles Wege sind, die inneren Empfindungen aufzuzeichnen. Jedoch neben all diesen „Sprachen” oder all diesen Wegen der Weitergabe von Informationen von einem Menschen zum anderen, ist die Sprache der Musik die unmittelbarste, die zugänglichste, und die direkteste, die keiner Erklärungen bedarf.
Baal HaSulam - der große Kabbalist des 20. Jahrhunderts - schrieb Lieder und komponierte Melodien als Ausdruck seiner spirituellen Erlangungen. Seine Musik kommt aus der spirituellen Welt direkt zu uns und drückt die tiefen emotionalen Empfindungen aus, die ein Kabbalist fühlt, wenn er aufsteigt und fällt während er seinen Kontakt zum Schöpfer entwickelt. Durch das Schreiben von Melodien, hinterließ uns Baal HaSulam ein außerordentliches Geschenk - Melodien, die die Höhere Welt beschreiben - die Offenbarung des Schöpfers.
