inicio mail me! sindicaci;ón
05.02.2012

Die „Vertreibung“ aus der Absicht

Die „Vertreibung“ aus der Absicht

Eine Frage, die ich erhielt: Wenn ich den Menschen in dieser Welt helfe – dann kann ich doch infolge diesen Handlungen das Licht heranziehen, das die Seele korrigiert? 

Meine Antwort: Es hängt von deiner Absicht ab – wenn du wirklich die Absicht des Gebens hast, dann wirst du natürlich das Licht heranziehen können. Wenn du aber der Greisin auf der Straße hilfst und dabei denkst, was für ein Gerechter du bist, dann schadest du dir dadurch. 

In der Welt gibt es Millionen von Menschen, die bereit sind, anderen zu helfen, und sie machen die guten Taten auf dem materiellen Niveau, aber aus irgendeinem Grunde wird die Welt davon nicht besser! Die ganze Wohltätigkeit bringt keine positiven Ergebnisse, weil es nicht die Handlungen sind, die die Welt verändern, sondern die Absicht mit der ich sie ausführe.

Der Schöpfer braucht unsere Handlungen nicht, wenn wir sie egoistisch durchführen. Man muss zuerst fragen, ob sie das Herz korrigieren?! Bevor man ein Gebot oder eine beliebige vortreffliche Handlung erfüllen möchte, soll man zuerst eine richtige Absicht schaffen. Und wenn man sie nicht hat, dann sollte man sich überlegen, ob man diese Tat ausführt oder nicht.

Wenn sie lebensnotwendig ist, dann bin ich verpflichtet, diese Handlung sogar ohne Absicht zu erfüllen, weil sie weder “getadelt noch erfordert wird”. Aber wenn sie über das dem tierischen Körper Notwendige hinausgeht, dann darf man sie nicht mit der egoistischen Absicht durchführen. Indem ich die egoistischen Handlungen begehe, schade ich der Welt, und entfremde mich der Spiritualität, wodurch Unglück auf mich, sowie auf diese Welt herangezogen wird. 

Dieser allgemeine Zustand, worin die Handlungen ohne Absicht ausgeführt  werden, heißt die “Vertreibung”.  Wenn man sich aber wieder den Handlungen mit der Absicht des Gebens zuwendet, dann bezeichnet man dies als die “Befreiung” – mit jeder solchen Handlung wirst du den Schöpfer eröffnen.

 Aus dem Unterricht nach dem Artikel “Freiheit des Willens”, 24.12.2010

Ähnliche Beiträge

  • Keine ähnlichen Beiträge

Bemühen Sie sich nicht umsonst

Eine Frage, die ich erhielt: Ich habe noch nicht alle materiellen Wünsche realisiert, aber bin schon zu Kabbala gekommen. Was bedeutet das?

Meine Antwort: Macht nichts, setze das Studium fort. Wie die Tora und Baal HaSulam im “Vorwort zum TES” erklären, soll der Mensch kein Asket sein.

Unser Weg ist nicht der Weg der Enthaltsamkeit, wir kommen nur mit Hilfe des Lichtes voran, das zur Quelle zurückführt. Wenn wir also in der Gruppe arbeiten und die richtige Absicht während des Studiums aufbauen, dann ziehen wir das Licht heran, das uns korrigiert.

Unser Körper hat nichts damit zu tun, man braucht ihn nicht zu quälen, wir brauchen unser Leben nicht den harten Beschränkungen unterzuordnen.

Die Wissenschaft der Kabbala fordert vom Menschen nichts, außer dem Studium mit der Absicht. Alles wird sich einrichten, ungeachtet unseres Bösens und unserer Veranlagungen, der Begierden und der nebensächlichen Gedanken. Erlaube dem Licht, die Ordnung zu schaffen und störe es so wenig wie möglich daran.

Infolge eines „großen“ Verstandes beginnen wir selbständig zu handeln und erdenken allerlei künstliche Verbote, als ob wir wüßten, was gut und was schlecht für das spirituelle Begreifen ist. Es ist eben die falsche Herangehensweise.

Wenn du in allem deiner Vernunft folgst, dann wirst nichts erreichen. Denn deine Vernunft entspringt aus deiner Selbstsucht, aus dem unkorrigierten Wunsch. Wie kann sie dann den folgenden Schritt auf dem Weg der Korrektur selbst bestimmen?

Deshalb bauen wir nur die richtigen Bedingungen für das Licht auf, damit es auf uns einwirkt. Darin besteht die ganze Methodik. Nichts anderes ist notwendig. Stelle dem Licht keine Hindernisse auf dem Weg und, im Gegenteil, hilf ihm so viel wie möglich viel, auf dich einzuwirken.

Verwende die Gruppe, die Vereinigung, die Versammlung der Freunde, die Verbreitung, das Studiums, die Ereignisse, die Treffen – alles, was den Einfluss des Lichtes hervorruft. Denn es strömt nur auf die Einheit der Seelen zu. Von da aus ist es nach dem Zerbrechen weggegangen und dorthin kehrt es auch zurück, wenn sich die Seelen bemühen, sich wieder zu vereinigen.

Hauptsache ist, du führst die innere Arbeit mit den äußerlichen Handlungen im Hintergrund aus, bemühst dich aus allen Kräften der Seele mit den Freunden vereinigt zu werden und wartest auf das Licht, das kommt und euch wirklich miteinander verbindet. Darin besteht eben die Quelle der Korrektur.

In unserer Welt gibt es keine anderen Mittel, weder im Menschen, noch außerhalb von ihm. Nur das wird dir und der ganzen Welt zulassen, korrigiert zu werden, andernfalls taucht sie in die globale Krise ein.

Heute beginnt alles, was wir im Laufe der Jahrtausende erreicht haben, zerstört zu werden und zeigt uns das leere Kli, den leeren Wunsch, mit dem man etwas machen muss. Heutzutage wird die Leere zum Schicksal für alle Menschen.

Deshalb müssen wir die richtige Methodik öffnen, die auf der Vereinigung gegründet ist. Wir müssen die Stelle des Zerbrechens aufsuchen und, dorthin das Licht heranziehen, das uns zur Quelle, d.h. zur Verbindung, zur einheitlichen Seele zurückführen wird.

Nur das höhere Licht, das in unserer Einheit gezeigt wird, wird uns die Empfindung des wahren Lebens geben.

 Aus dem Unterricht nach einem Artikel Rabasch, 24.12.2010

Ähnliche Beiträge

  • Keine ähnlichen Beiträge

Die eisernen Regeln der spirituellen Grammatik

Die eisernen Regeln der spirituellen Grammatik

Eine Frage, die ich erhielt: Sind die Umrisse der hebräischen Buchstaben mit den Eigenschaften verbunden, welche sie symbolisieren? 

Meine Antwort: Natürlich. Diese Buchstaben hat Adam Rishon geöffnet, als er die spirituelle Welt betreten hat, und deshalb sind alle kabbalistischen Werke auf  Hebräisch oder in der aramäischen Sprache (wobei die Buchstaben identisch sind ) geschrieben, und die Sprache wird je nach der Form des Ausdruckes der Handlungen des Schöpfers gewählt (wenn die Handlung des Lichtes angesprochen sein soll, dann wählt man hierfür die hebräische Sprache, und für die Handlung seitens des Kli - die aramäische Sprache). 

Die Schreibweise der Buchstaben, ihre Reihenfolge und die Grammatik bleiben unveränderlich, da sie immer durch zwei Lichter bestimmt sind: Chassadim und Chochma, oder durch zwei Kräfte, zwei Wünsche: das Empfangen und das Geben. Der Schirm zwischen ihnen bestimmt, wie die Buchstaben, aus welchen Linien die Buchstaben erschaffen werden. 

Hier gelten die eisernen Regeln, die absoluten Gesetze der zehn Sefirot. Маlchut und Bina verbinden sich miteinander, um Keter zu erreichen, und ihre Beziehung bewirkt 22 Formen der Verbindung. 

Sie sind durch Awjut, drei Linien, den Eigenschaften der neun ersten Sefirot bedingt, denen Malchut gleich werden will. Und dann, mit Hilfe allerlei Kombinationen dieser Formen, findet Malchut ihren Selbstausdruck und wird Keter vollständig gleich. 

Die Tora beschreibt uns vom ersten bis zum letzten Buchstaben das Licht – aber aus der Perspektive der Gefäße. Und wenn du mit deinem Wunsch, mit deinem Schirm, aus eigener Kraft diese Formen (Zustände) erleben wirst, dann wirst du dich vollständig korrigieren.

 Aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar. Das Vorwort, 19.12.2010

Ähnliche Beiträge

  • Keine ähnlichen Beiträge

Ein schwarzer Punkt im weißen Licht der Unendlichkeit

Ein schwarzer Punkt im weißen Licht der Unendlichkeit

Eine Frage, die ich erhielt: Sie haben gesagt, dass außerhalb von uns das Licht der Unendlichkeit existiert. Was bedeutet “außerhalb von uns”?

Meine Antwort: “Außerhalb von uns” bedeutet “außerhalb” von dem Punkt unseres Verlangens, innerhalb welchens ich die Welt, mich und alle anderen spüre.
Außer diesem Punkt existiert nichts, denn der Schöpfer hat nur einen Punkt geschaffen  und alles Empfundene (die Welt und das, was sie erfüllt), - sind das Empfundene von diesem Punkt selbst.
Es existiert nur ein kleiner schwarzer Punkt in dem weißen Licht der Unendlichkeit.

Aus einer Vorlesung im Auditorium “Kabbala für alle”, 23.11.2010

Ähnliche Beiträge

  • Keine ähnlichen Beiträge

Existiert der Prozess in Wirklichkeit?

Existiert der Prozess in Wirklichkeit? 

Unsere ganze Arbeit besteht darin, die Zustände zu rechtfertigen, die wir empfinden, weil sie dann für uns komfortabler werden. Und es hängt nur von uns ab! Denn diese Zustände sind eigentlich unveränderlich, alle Reschimot (die spirituellen Informationsgene) müssen sich stufenweise bis zum Ende der Korrektur realisieren.  

Sie werden allmählich in uns offenbart, damit wir diese rechtfertigen. Und was bedeutet eigentlich, die Zustände zu rechtfertigen? Du sollst dir bewusst werden, d.h. zutiefst in Deinem Inneren verstehen, mit welchem Ziel sie kommen, wer sie bringt, warum und in welcher Reinfolge.

Dadurch entwickelst du dich, und beginnst, das ganze Geschöpf in dich einzuschließen. Gerade das will der Schöpfer von dir! Und gibt dir deshalb nicht die Form eines Endzustandes, denn darin hättest du nichts empfinden und nichts verstehen können, er führt dich durch diese vorbestimmte Reihenfolge der Handlungen.  

Existiert dieser Prozess in Wirklichkeit? Es gibt ihn nicht! Denn es gibt weder Anfang noch Ende! Es gibt nur einen vollkommenen Zustand. Der Schöpfer breitet ihn nur für dich vom Anfang und bis zum Ende aus. Er führt in Seine einzige Handlung das Ego, den bösen Anfang, das Verlangen nach Genuss ein.  

Auf diese Weise kannst du all diese Zustände vonAnfang bis Ende konsequent durchgehen, und deine Empfindungen und die Vernunft vervollkommnen.  

Es hilft dir, den ganzen Prozess der Schöpfung aus zwei Gegenteilen her zu verstehen: aus der Finsternis zum Licht. Und wenn es nur einen Zustand gäbe, dann hättest du nichts zu differenzieren, weil du das Geschöpf bist. Du brauchst also zwei Zustände, um deine Welt tief zu empfinden und aufzuklären.  

Aus dem Unterricht nach einem Brief von Baal HaSulam, 26.11.2010

Ähnliche Beiträge

  • Keine ähnlichen Beiträge

Sich von der Seite betrachten

Sich von der Seite betrachten

Eine Frage, die ich erhielt: Stelle ich meine Fragen aus meiner Freiheit der Wahl heraus oder werden meine Fragen auch von der Höheren Lenkung gesteuert?

Meine Antwort: Die Freiheit der Wahl besteht nicht darin, dass du diese oder jene Frage stellst. Vielmehr bedeutet die Freiheit der Wahl, dass du nicht mehr innnerhalb deines Egos sitzen möchtest und keine Schläge bekommen willst. Wenn du dich weiterhin innerhalb deines Egos aufhältst, dann bist du nicht in der Lage, etwas zu verstehen, weil dir an einem Faktor mangelt, der außen existiert. 

Wenn du dich aber mit jemandem oder mit etwas gleichsetzt, das sich außerhalb deines Egos befindet, dann kannst du dich von der Seite her anschauen. Es wird dich belehren, zwei Zustände zu unterscheiden: das Licht und die Dunkelheit. Dann kannst du schneller vorankommen. Aber wenn du dich nicht in die Gruppe einreihst, dich im Zustand des Gebens aufhältst, dann bekommst du keine Einwirkung der Gruppe und kannst folglich nicht vorankommen. Weil der spirituelle Aufstieg durch das Verständnis des Prozesses der Schöpfung bedingt ist. Und dazu sind dir zwei Ausgangspunkte nötig: der eine in deinem Inneren und der andere außerhalb.

Deshalb ist dir die Gruppe gegeben, damit du es schaffst, diesen zweiten Punkt zu finden.

Aus dem Unterricht nach einem Brief von Baal HaSulam, 26.11.2010

Ähnliche Beiträge

  • Keine ähnlichen Beiträge

Der Feiertag des ersten Sieges über sich selbst

Der Feiertag des ersten Sieges über sich selbst

Unser egoistischer Wunsch heißt “die Griechen” oder das “Wissen”, was bedeutet, dass wir mittels unserer Vernunft und unserem heutigen Gefühl vorankommen wollen. Denn worauf können wir uns eigentlich noch verlassen oder stützen? Nur darauf, was wir schon haben. Hier entsteht aber ein Problem, weil wir mit diesen Kelim nicht die spirituelle Welt betreten können.

Aber die spirituelle Welt befindet sich hier und jetzt, und es existiert keine Entfernung, die wir überwinden müssen, sondern nur eine Dimension, in der wir sie begreifen müssen. 

Wir begreifen die spirituelle Welt in unseren zusätzlichen Sinnesorganen, die wir über dem eigenen Wissen und der Rationalität entwickeln müssen, d.h. über dem Ego, das wir hierzu richtig vorbereiten müssen, um darin zum ersten Mal zu beginnen, die spirituelle Welt wahrzunehmen.

Der Krieg ‚Makkabäer ‚beschreibt diesen Prozess symbolisch, und der Sieg in diesem Krieg heißt Chanukka, was “sie blieben hier stehen”, oder “Chanu Ko”, die Erholung auf dem Wege bedeutet. Dieser Zustand heißt “Chafez Chessed” (nichts für sich zu wünschen) oder Bina, die als Offenbarung des Schöpfers oder die erste Korrektur des Egos verstanden wird. 

Auf dieser Etappe erhebt sich der Mensch über sein Ego und beginnt, die zusätzliche Empfindung zu entwickeln, die mit “dem Geben” bezeichnet wird. Mit ihrer Hilfe beginnt er, die spirituelle Welt zu empfinden. Obwohl der Mensch die spirituelle Welt empfindet, verhält er sich in dieser Realität immer noch passiv, wie der Embryo im Fruchtwasser.

Es heißt “die Erholung” eben, weil der Mensch in Wirklichkeit noch nicht bereit ist, über das klare Wissen und die Wahrnehmung zu verfügen, die “das Begreifen”, die Klarheit und die Offenbarung beinhalten, wonach er zum Schöpfer wird, und die ganze spirituelle Welt lenkt. Wenn man diesen Zustand und die Situation mit dem Gast und dem Gastgeber gegenüberstellt, und den wachsenden Wunsch zu genießen nicht beachtet, befindet man sich dann auf der Stufe von Chanukka, wo der Mensch auf das Empfangen verzichtet. Es ist schon eine geistige Arbeit des Menschen, d.h. er möchte nichts bekommen, an der Spiritualität nicht aktiv teilnehmen, sondern darin nur anwesend sein. 

Deshalb ist es an diesem Feiertag verboten, das Kerzenlicht zu benutzen, und es nur anschauen. Dazu wird es angenommen, dass zur Chanukka ein Wunder geschieht, weil der Ausgang aus unserem Ego nach draußen erfolgt, anders gesagt das Wunder des Sieges über die Selbstsucht, nach dem Auszug aus Ägypten: die Befreiung von den Wünschen und den Gedanken, die uns in dieser Welt festhalten und nicht zulassen, die spirituelle Welt zu empfinden.

 Aus der Vorlesung im Hörsaal “Kabbala fürs Volk”, 30.11.2010

Ähnliche Beiträge

  • Keine ähnlichen Beiträge

Eine rein menschliche Eigenschaft

Eine rein menschliche Eigenschaft

Eine Frage, die ich erhielt: Wenn der Schöpfer nur zwei Kräfte geschaffen hat: die Kraft des Empfangens  und die Kraft des Gebens, was ist dann “die Scham” und welche Wurzel hat sie? Warum verfügt sie über eine solche Macht, die sogar stärker als der Wunsch ist?

Meine Antwort: “Die Scham” ist ein selbständiges “Geschöpf”. Wenn der Schöpfer die Scham nicht erschaffen hätte, dann würden wir uns nicht als Empfänger fühlen. Die Scham ist  somit eine absichtlich geschaffene Eigenschaft, die für den Menschen vorbestimmt ist.  

Und es handelt sich nicht einmal um die Scham dieser Welt, welche zwar den Abdruck der höheren Scham ist, aber sie kann diese nur ein wenig widerspiegeln. 

Aber die höhere, spirituelle Scham ist die Empfindung, dass du dem Schöpfer gegenüber stehst und Ihm vollkommen entgegengesetzt bist, du fühlst, wie merkantil deine Eigenschaften neben Seinem Geben sind, und inwiefern deine egoistischen Gedanken dem Gedanken des Gebens entgegengesetzt sind. Es ist eine solche Scham, die es unmöglich ist, auszuhalten!

Aus dem Unterricht aus dem ” Talmud der Zehn Sfirot” “, 30.11.2010

Ähnliche Beiträge

  • Keine ähnlichen Beiträge

Sich im Namen der Freude anzustrengen

Sich im Namen der Freude anzustrengen

Eine Frage, die ich erhielt: Wir sprachen über die Freude von der Füllung, und was ist mit der Freude, die von der Bemühungen für ihre Erreichung empfunden wird?

Meine Antwort: Ich empfinde Hass und die Abtrennung meinem Nächsten gegenüber, und darüber hinaus muß ich die Beziehungen der Liebe aufbauen, um ihn zuerst dadurch anzufüllen und dann mich selbst anzufüllen. 

Hierfür strenge ich mich an, und muß über meine eigene Selbstsucht hinaufsteigen. Wenn ich das Licht hervorrufe, das den anderen erfüllen soll, dann verwandle ich meine Selbstsucht in “die Hilfe entgegen”, so dass ich mich anstelle des Erhaltens im Geben bemühe. Für mich ist es die Bemühung; ich muß mich überzeugen, dass es den Sinn hat. 

Einerseits genieße ich selbst, weil ich das Höhere Licht durch mich durchführe. Andererseits verschmelze ich mit dem Verlangen, den anderen anzufüllen, und er wird zu meinem Teil, durch den auch ich genieße.

Somit bekomme ich das Licht vom Schöpfer und das Licht, das zu mir in Form der spirituellen Rückkopplung zurückkommt, weil ich den anderen füllen möchte.

Wenn ich es an mich gebunden habe, dann folgte ich dem Gesetz “Liebe deinen Nächsten, wie dich selbst”. Darüber wird gesagt: “Die Gerechten werden zweimal ausgezeichnet “. Sie genießen nicht nur die Füllung ihres eigenen Wunsches, sondern auch die Füllung des Wunsches ihres Nächsten.

Aus dem Programm “Kabbala für die Anfänger”, 28.10.2010

 

Ähnliche Beiträge

  • Keine ähnlichen Beiträge

Der Schrei in der Wüste

Schrei in der Wüste
Eine Frage, die ich erhielt: Was bedeutet MaN zu erheben?
Meine Antwort: MaN heißt, die Bitte dem Schöpfer ähnlich zu werden. Sie entsteht, wenn der Mensch sich so hilflos fühlt, als ob er sich in der Wüste befände.
Er ist nackt und er hat nichts, er ist kraftlos und die anderen können ihm nicht helfen. Er versteht, dass er nicht die geringste  Möglichkeit hat, das Geben und die Liebe zu erreichen.

Er kommt sich wie ausgetrocknet vor und von “Löwen”, Verlangen, die ihn “auffressen”,  umgeben. Sein Leben ist in Gefahr und er kann nicht aus diesem Zustand zum Geben herausfinden.
Die ganze Welt liegt vor seinen Füßen, außer dem Geben und der Nächstenliebe, der Liebe zum Schöpfer. Womit sein Egoismus sich auch beschäftigen mag, wenn darüber nicht die Eigenschaften des Gebens und der Liebe herrschen, ist der Mensch in der Wüste verloren.
In dieser Wüste, in der Wüste des Egoismus wird sein spiritueller Ruf so stark, dass er schreit, und dieser Schrei erreicht das Ziel.

Aus einem Sohar-Unterricht. Vorwort, 28.11.2010

Ähnliche Beiträge

  • Keine ähnlichen Beiträge
« Frühere Beiträge · Weitere Beiträge »