26.04.2010
Eine Frage, die ich erhielt: Es gibt Menschen, die zwar keine Kabbala studieren, allerdings aber auch die Notwendigkeit des Gebens verstehen und versuchen, irgendwelche Handlungen auszuführen, um ihren Nächsten zu helfen. Werden sie dabei auch die spirituelle Welt enthüllen?
Meine Antwort: Aber warum bekommt ein Mensch plötzlich einen Wunsch, seinem Nächsten zu helfen? Seine egoistische Natur sagt ihm doch: “Du musst dich in erster Linie um dich selbst kümmern!”
Wenn der andere für dich nützlich ist - so sei gut zu ihm , wenn nicht - nicht. Das entspricht dem Naturgesetz.
Das Problem liegt darin, dass die Menschen denken, sie würden ausserhalb der Naturgesetze stehen. Das geschieht aus dem Grund, weil sie die Gesetze nicht kennen.
Sie erfinden ihre eigenen Gesetze, die man angeblich an der Gesellschaft und an den Menschen selbst anwenden kann. So haben die Kommunisten Millionen von Menschen umgebracht, indem sie dieses abstrakte Prinzip realisieren wollten.
Wir müssen erst die Natur erforschen und dann aus den Ergebnissen sehen, was wir zu tun haben! Und nicht für sich selber neue Naturgesetze erfinden.
Sonst wird es wie in Russland sein, das ein Beispiel für die ganze Welt werden wollte. Es wurde tatsächlich ein Beispiel - ein Beispiel davon, wie man nicht handeln darf.
Der Mensch wird nie einfach so anderen Menschen etwas Gutes tun wollen. Denn dies ist unserer Natur entgegengesetzt.
Das Prinzip, nach welchem sich unsere Natur richtet, ist folgendes: Das Maximum zu bekommen, und das Minimum herzugeben. Fragt einen Psychologen, Soziologen oder Biologen.
Aus unserer ganzen Geschichte und aus unserer Natur müssen wir verstehen, dass wir uns aus unserer Kraft heraus eben nicht vereinigen können, obwohl die Natur uns dazu zwingt. Versuche, einen Bündnis zu schließen, führen normalerweise zu einem Krieg.
Gerade, wenn die Welt sich in diesem verzweifelten, tragischen, ausweglosen Zustand befindet, enthüllt sich die Kabbala und schlägt die höhere Kraft vor als ein Instrument, um unsere Natur zu korrigieren.
Am Anfang scheint diese Lösung unrealistisch zu sein, aber genauso ist die Aufgabe der Änderung unserer Natur nicht realistisch, wobei sie für die weitere Existenz notwendig / unabdingbar ist.
Deswegen wird sie im Endeffekt von der ganzen Menschheit akzeptiert werden. Die Frage ist nur, wieviel müssen wir leiden, um dies zu verstehen.
Aus einem Unterricht nach dem Artikel von Baal HaSulam “Das Geben der Tora - Matan Tora”, 26.04.2010
